Start International Europa lebt – auch in Forschung und Lehre (HE)

Europa lebt – auch in Forschung und Lehre (HE)

5

Wissenschaftsministerin Angela Dorn betont aus Anlass der Europawoche der Landesregierung die Bedeutung der Europäischen Union für Frieden und Wohlstand auf dem Kontinent. „Wir stehen vor großen Herausforderungen, die wir in Europa nur gemeinsam lösen werden – ob es um Klimaschutz, Migration, Sicherheit oder andere wichtige Entscheidungen für ein gutes Zusammenleben geht. Deshalb rufen wir alle Hessinnen und Hessen auf, bei der Europawahl am 26. Mai 2019 wählen zu gehen und ein klares Bekenntnis zu einem gemeinsamen Europa abzugeben.“

Bedeutung der EU vermitteln

Hessen ist das europäischste deutsche Bundesland, es profitiert wie kein anderes von den Errungenschaften der Europäischen Union. „Acht von zehn Hessinnen und Hessen fühlen sich laut der jüngsten Umfrage stark oder sehr stark mit Europa verbunden – das ist eine sehr gute Grundlage“, so Ministerin Dorn weiter. „Allerdings fühlt sich nur ein Drittel gut informiert über die EU – 50 Prozent sehen sich ein wenig‘ informiert, 13 Prozent wissen ,fast nichts‘. Deshalb müssen wir alle gemeinsam daran arbeiten, die Bedeutung der EU zu vermitteln. Demokratie setzt gut informierte Bürgerinnen und Bürger voraus, und das Europäische Parlament, über dessen Zusammensetzung die Wählerinnen und Wähler am 26. Mai entscheiden, trifft wichtige Entscheidungen für alle Menschen auf dem Kontinent.“

Rentendurchblick auf einen Klick

Die Mitglieder der Landesregierung besuchen deshalb in diesen Wochen zahlreiche Einrichtungen und Projekte mit europäischem Bezug. Ministerin Dorn überreichte bei dieser Gelegenheit am Donnerstag an der Frankfurter Goethe-Universität zwei Förderbescheide „mit besten Grüßen aus Europa“. Professor Dr. Andreas Hackethal bekommt rund 485.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Er lehrt am House of Finance und arbeitet am Aufbau einer Renteninformationsplattform, die Bürgerinnen und Bürgern kostenfrei und wissenschaftlich fundiert einen „Rentendurchblick auf einen Klick“ bieten soll. Die dabei gewonnen statistischen Daten bieten zudem eine einzigartige Forschungsgrundlage für die Wissenschaft.

Internationales Engagement fördern

Einen Bescheid über Mittel des Europäischen Sozialfonds in Höhe von 405.600 Euro übergab Dorn an Dr. Rebecca Göhring, Bereichsleiterin des International Office und des Studien-Service-Centers, und Hanna Reuther, Abteilungsleiterin im International Office, für das Projekt „Act, Connect & Reflect“. Es fördert das Engagement internationaler Studierender in und außerhalb der Hochschule, um ihre Integration, ihren Studienerfolg und ihren beruflichen Einstieg in Deutschland zu unterstützen.

Umweltfreundliche Treibstoffe

Dorn informierte sich auch über die Arbeit von Professor Dr. Volker Müller, der einen Advanced Investigator Grant in Höhe von 2,5 Millionen Euro einwerben konnte. Damit unterstützt das European Research Council seine Forschung an umweltfreundlichen Treibstoffen. Prof. Müller will Biotreibstoffe mithilfe von Bakterien herstellen, die Kohlendioxid verarbeiten. Solche Treibstoffe würden uns von fossilen Brennstoffen unabhängig machen und den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Sie wären im Kampf gegen die Erderwärmung von unschätzbarem Wert.

Herausforderungen der Zeit meistern

Wissenschaftsministerin Dorn: „Europa lebt an unzähligen Stellen in unterschiedlichster Weise, auch und gerade in Forschung und Lehre. Europäische Fördermittel lassen Ideen Wirklichkeit werden und ermöglichen Projekte, die unsere Gesellschaft bereichern, die unser Leben erleichtern und die helfen, die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern.“