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Vorrang für duale Ausbildung

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Staatssekretär Brangs besucht Projekt „REGIONALVORTEIL“ der Jugendberufshilfe Chemnitz: „Uns ist es wichtig, alle ausbildungswilligen und -motivierten Jugendlichen in Ausbildung und Beruf zu bringen!“

Die Rahmenbedingungen für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt könnten kaum besser sein. Aber es profitieren nicht alle von der guten Wirtschaftslage. Noch immer gibt es zu viele Jugendliche, die keine oder keine nachweisbare Ausbildung und damit keine berufliche Perspektive haben. Hier setzt das Förderprogramm „Vorrang für duale Ausbildung“ an, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen finanziert wird. Es richtet sich an alle jungen Menschen, die bei der Aufnahme und Begleitung einer regulären Ausbildung Unterstützung benötigen und ergänzt das gesetzliche Instrument der Assistierten Ausbildung.

Seit dem Programmbeginn im Jahr 2015 profitierten von der Landesförderung bereits 1.472 Jugendliche mit Startschwierigkeiten in die Ausbildung. Davon haben 852 junge Menschen eine betriebliche Ausbildung begonnen und bereits 134 erfolgreich beendet. Weitere 126 erhielten über das Programm eine berufliche Anschlussperspektive, beispielweise das Nachholen eines höheren Schulabschlusses oder eine Einstiegsqualifizierung.

Der Ansatz des Förderprogramms besteht darin, dass die Teilnehmer durch umfassende Vorbereitungs- und Unterstützungsangebote bereits bei der Ausbildungssuche und darüber hinaus bis zum erfolgreichen Berufsabschluss individuell begleitet werden. Dabei bietet das Förderprogramm nicht nur den Jugendlichen, sondern auch den Ausbildungsunternehmen ein umfassendes Unterstützungs- und Dienstleistungsangebot.

„Uns ist es wichtig, alle ausbildungswilligen und -motivierten Jugendlichen in Ausbildung und Beruf zu bringen“, erklärt der im SMWA für Arbeit zuständige Staatssekretär Stefan Brangs. Er hat sich heute bei der Jugendberufshilfe Chemnitz über das konkrete Projekt „REGIONALVORTEIL“ informiert. Es unterstützt junge Auszubildende und ausbildende Unternehmen über den Zeitraum der gesamten Ausbildung:

  • In der Phase I stehen die individuelle Förderung und Unterstützung im Vordergrund. Die Jugendlichen werden in die Ausgestaltung und Umsetzung aktiv mit einbezogen. Den Schwerpunkt bilden begleitete Praktika in ausbildenden Unternehmen der Region als Basis für die spätere erfolgreiche Integration in die (Wunsch-)Ausbildung. Zur Vorbereitung auf eine reguläre Ausbildung und die Berufsschule wird unterstützend Vorbereitungsunterricht angeboten.
  • In der Phase II werden die Azubis während der Ausbildung begleitet: Hier können mit Unterstützung der Jugendberufshilfe beispielsweise Themen wie Beantragung von Leistungsansprüchen, Wohnungssuche und Fragen zu Haushalts- und Lebensplanung gemeinsam bearbeitet werden.

Brangs weiter: „Wir benötigen flexible und engagierte Projektträger und Ausbildungsunternehmen, um Jugendliche und junge Erwachsene mit schlechteren oder versteckten Startchancen gezielt zu unterstützen. Genau diese Voraussetzungen erfüllt das Projekt REGIONALVORTEIL in Chemnitz. Nicht zuletzt dank seiner verlässlichen Kontakte zu Unternehmen in der Region stellt es die dauerhafte und individuelle Begleitung der Jugendlichen bis zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss sicher.“

Hintergrund:

„Vorrang für duale Ausbildung“ ist das Dach im Rahmen der ESF-Förderung. Gefördert werden 16 Projekte, wovon zwei der Initiative „Regionalvorteil“ der Jugendberufshilfe Chemnitz zuzuordnen sind. Inhalt der Projekte ist der Ansatz der Assistierten Ausbildung nach § 130 SGB III.